Dänemark gehört zu den Ländern, die wie gemacht sind für einen Camping-Urlaub. Die Distanzen sind überschaubar, die Straßen gut ausgebaut und Camping hat dort einen ganz anderen Stellenwert als in vielen anderen Ländern. Egal, ob du mit dem Wohnwagen an einen festen Platz möchtest oder mit dem Wohnmobil lieber flexibel unterwegs bist – Dänemark bietet ideale Bedingungen für beides.
Was den Reiz besonders ausmacht: Du bist fast immer nah am Wasser. Nordsee, Ostsee, kleine Buchten, Fjorde oder Inseln – selbst wenn du „nur“ durchs Land fährst, ist das Meer selten weit weg. Dazu kommen gepflegte Campingplätze, eine entspannte Atmosphäre und viele Möglichkeiten für Ausflüge, die sich auch mit einem größeren Fahrzeug problemlos umsetzen lassen. In diesem Beitrag stellen wir dir vier empfehlenswerte Campingplätze in unterschiedlichen Regionen vor und geben dir konkrete Tipps für Ausflüge, unter anderem nach Kopenhagen und Aarhus. Perfekt, wenn du gerade planst oder einfach Inspiration für deinen nächsten Camping-Urlaub suchst.
Camping an der Nordsee: Hvidbjerg Strand Feriepark bei Blåvand

Die dänische Nordseeküste ist für viele der Inbegriff von Freiheit: weite Strände, Dünen, frische Luft und dieses typische „Meer-Feeling“, das sofort entschleunigt. Einer der bekanntesten Campingplätze in dieser Region ist der Hvidbjerg Strand Feriepark bei Blåvand.
Der Platz liegt nur wenige Gehminuten vom Strand entfernt und zählt zu den bestausgestatteten Campinganlagen Dänemarks. Hier merkst du schnell, dass Camping nicht gleichbedeutend mit Verzicht sein muss. Moderne Sanitäranlagen, großzügige Stellplätze, Gastronomie und zahlreiche Freizeitangebote sorgen dafür, dass du dich auch bei einem längeren Aufenthalt wohlfühlst.
Besonders für Wohnwagen-Camper ist der Platz interessant, wenn du einen festen Standort suchst und von dort aus die Region erkunden möchtest. Aber auch mit dem Wohnmobil bist du hier gut aufgehoben, da die Zufahrten, Wege und Stellflächen großzügig angelegt sind. Die Umgebung rund um Blåvand eignet sich perfekt für lange Strandspaziergänge, Fahrradtouren durch die Dünenlandschaft oder kleine Ausflüge zu Leuchttürmen und Naturgebieten. Selbst in der Hauptsaison verteilt sich alles gut, sodass es selten überlaufen wirkt. Wer Nordsee liebt, ist hier genau richtig.
Historie und Natur verbinden: Ribe Camping am Wattenmeer

Ribe ist ein echtes Highlight, wenn du Camping mit Kultur verbinden möchtest. Die Stadt gilt als älteste Stadt Dänemarks und hat sich ihren historischen Charme bis heute bewahrt. Kopfsteinpflaster, kleine Gassen, der Dom und viele gut erhaltene Gebäude machen einen Spaziergang durch Ribe zu einem besonderen Erlebnis.
Der Campingplatz Ribe Camping liegt ruhig, aber dennoch stadtnah. Von hier aus erreichst du das Zentrum bequem zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Gleichzeitig bist du nur wenige Minuten vom Nationalpark Wattenmeer entfernt, der zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört.
Gerade für Camper, die gern eine Mischung aus Stadt, Geschichte und Natur erleben möchten, ist dieser Platz ideal. Du kannst morgens durch die Altstadt schlendern, mittags eine Pause am Wohnwagen oder Wohnmobil einlegen und am Nachmittag eine geführte Wattwanderung oder einen Ausflug an die Küste machen. Der Platz selbst ist gepflegt, übersichtlich und ganzjährig geöffnet. Das macht ihn auch interessant für alle, die Dänemark außerhalb der klassischen Sommerferien entdecken möchten. Besonders im Frühjahr und Herbst ist die Region angenehm ruhig und landschaftlich sehr reizvoll.
Ganz oben im Norden: Camping bei Skagen am Grenen Strand

Skagen liegt an der nördlichsten Spitze Dänemarks und ist bekannt für ein ganz besonderes Naturphänomen: Hier treffen Nordsee und Ostsee aufeinander. Allein dieses Erlebnis macht einen Besuch lohnenswert – aber Skagen hat noch deutlich mehr zu bieten.
Der First Camp Grenen Strand liegt strandnah und ist ein idealer Ausgangspunkt, um die Region zu erkunden. Die Atmosphäre ist entspannt, nordisch und geprägt von viel Licht und Weite. Gerade mit dem Wohnmobil lässt sich Skagen gut in eine Rundreise integrieren, während Wohnwagen-Camper hier ebenfalls komfortable Stellplätze finden.
Skagen selbst ist ein charmantes Städtchen mit kleinen Geschäften, Cafés und dem typischen gelben Häuserstil. Kunstinteressierte kennen die Region wegen der Skagen-Maler, die das besondere Licht schon vor über 100 Jahren fasziniert hat. Ein Spaziergang oder eine Radtour nach Grenen, wo sich die beiden Meere treffen, gehört zum Pflichtprogramm. Trotz der Beliebtheit wirkt die Gegend nie hektisch – eher ruhig, offen und weit. Perfekt, um einfach mal durchzuatmen.
Ostsee & Natur pur: Camping auf der Insel Møn bei Møns Klint

Wenn du Natur liebst und Lust auf eine etwas andere Landschaft hast, solltest du die Insel Møn unbedingt einplanen. Das bekannteste Highlight sind die Kreidefelsen von Møns Klint, die steil aus der Ostsee aufragen und spektakuläre Ausblicke bieten.
In der Nähe der Klippen liegt das Camp Møns Klint bzw. Møns Klint Resort, das sich hervorragend für einen längeren Aufenthalt eignet. Hier geht es etwas ruhiger zu als an der Nordsee, dafür aber sehr naturnah. Wald, Meer, Wanderwege und Aussichtspunkte liegen direkt vor der Tür.
Møn ist außerdem als sogenannte Dark-Sky-Region bekannt. Das bedeutet: wenig Lichtverschmutzung und außergewöhnlich gute Bedingungen für Sternenhimmel und Milchstraße. Wenn das Wetter mitspielt, sind Abende hier etwas ganz Besonderes. Der Campingplatz eignet sich sowohl für Wohnwagen als auch für Wohnmobile und ist eine perfekte Ergänzung, wenn du beispielsweise nach einem Städtetrip nach Kopenhagen noch Natur erleben möchtest.
Ausflugstipps für deinen Camping-Urlaub in Dänemark
Kopenhagen – Hauptstadt mit entspannter Atmosphäre

Kopenhagen gehört zu den Städten, die sich auch als Camper sehr gut erkunden lassen. Die Stadt ist übersichtlich, fahrradfreundlich und bietet eine gute Mischung aus Sehenswürdigkeiten, Gastronomie und Wasserlagen.
Highlights wie Nyhavn, die Kleine Meerjungfrau oder der Tivoli sind bekannt, aber auch abseits davon lohnt sich das Erkunden der verschiedenen Viertel. Besonders angenehm: Viele Bereiche lassen sich gut zu Fuß oder mit dem Rad entdecken. Für Camper empfiehlt es sich, außerhalb zu parken oder einen Campingplatz im Umland zu nutzen und mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Stadt zu fahren. So bleibt der Besuch stressfrei und flexibel.
Aarhus – Kultur, Geschichte und moderne Architektur

Aarhus ist Dänemarks zweitgrößte Stadt und überrascht viele Besucher mit ihrer Vielseitigkeit. Hier triffst du auf moderne Architektur, kreative Szene und gleichzeitig viel Geschichte.
Ein absolutes Highlight ist das Kunstmuseum ARoS mit dem bekannten Regenbogen-Panorama auf dem Dach. Ebenso sehenswert ist Den Gamle By, ein Freilichtmuseum, das dir einen authentischen Einblick in das frühere Leben in Dänemark gibt.
Aarhus eignet sich hervorragend als Tagesausflug, lässt sich aber auch problemlos für ein oder zwei Nächte in eine Rundreise einbauen.
Nationalpark Wattenmeer – Naturerlebnis an der Westküste
Das Wattenmeer ist ein einzigartiger Lebensraum und gehört nicht ohne Grund zum UNESCO-Weltnaturerbe. Besonders rund um Ribe hast du viele Möglichkeiten, die Region zu entdecken – sei es bei geführten Touren, im Wattenmeerzentrum oder einfach bei einem Spaziergang entlang der Küste. Je nach Jahreszeit lassen sich Vögel beobachten, Seehunde entdecken oder beeindruckende Landschaften erleben, die sich mit den Gezeiten ständig verändern.
Die Insel Fünen (Fyn) – die drittgrößte Insel Dänemarks

Fünen liegt zwischen Jütland und Seeland und wird oft als „der Garten Dänemarks“ bezeichnet. Genau das trifft es ziemlich gut: sanfte Landschaften, kleine Orte, viel Grün und eine entspannte, fast schon entschleunigte Atmosphäre. Für Camper ist die Insel besonders attraktiv, weil die Entfernungen kurz sind und sich vieles ohne großen Fahrstress entdecken lässt.
Ein guter Ausgangspunkt ist Odense, die drittgrößte Stadt des Landes und Geburtsort von Hans Christian Andersen. Die Stadt ist kompakt, lebendig und gleichzeitig sehr gemütlich. Ein Spaziergang durch die Altstadt, entlang der kleinen Kanäle oder durch die modernen Viertel rund um den Hafen lässt sich problemlos an einem Tag unterbringen.
Abseits der Stadt punktet Fünen mit Küstenlandschaften, kleinen Stränden und zahlreichen Herrenhäusern und Schlössern. Besonders bekannt ist Schloss Egeskov, eines der am besten erhaltenen Wasserschlösser Europas. Der Besuch lässt sich gut mit einem Ausflug ins Grüne kombinieren und ist auch für Familien interessant. Für Camping-Reisende ist Fünen ideal, um einfach mal Tempo rauszunehmen. Ob mit dem Fahrrad, zu Fuß oder mit kurzen Fahrten im Wohnmobil oder Gespann – hier steht nicht das „Abarbeiten von Sehenswürdigkeiten“ im Vordergrund, sondern entspanntes Unterwegssein. Genau das macht die Insel zu einer sehr guten Ergänzung zu größeren Städten wie Kopenhagen oder Aarhus
Fazit: Dänemark ist ideal für Camping-Einsteiger und erfahrene Camper
Ob Nordsee oder Ostsee, Stadt oder Natur, Rundreise oder fester Standort – Dänemark bietet für Camping mit Wohnwagen oder Wohnmobil extrem gute Voraussetzungen. Die Campingplätze sind hochwertig, die Wege kurz und die Möglichkeiten vielfältig.
Wenn du entspannt reisen, flexibel bleiben und trotzdem viel erleben möchtest, ist ein Camping-Urlaub in Dänemark eine sehr gute Wahl.
